Wenn die Tage schwinden: Golf mit ureigenem Zauber

Das Spiel im Herbst, eine Schwärmerei …

Jetzt, da die Tage erkennbar kürzer geworden sind und des Nachts die Celsiusgrade beginnen, sich in den Keller zurückzuziehen, da träumen viele von fernen sonnigen Fairways. Manche gar denken schon ans Einmotten ihres Golfbestecks. Nur, weil die Jahreszeit nicht mehr eitel Freud‘ und Sonnenschein verspricht. Es ist Herbst. Wie wunderbar!

Credit: Kay Gaensler/Flickr.com

Einzigartig schön: Golf inmitten der gereiften Natur. Fotocredit: Kay Gaensler/Flickr.com

Golf im Herbst, das ist nicht bloß der Ausklang der Saison, keine Abschiedstournee über allmählich unwirtlichere Fairways. Nein, das Spiel inmitten der gereiften Natur, die fast trotzig dem nahenden Winter entgegenwirft, was ihr an Fülle und Gepränge noch möglich ist, hat seinen ureigenen Zauber. Und der macht Golf im Herbst so einzigartig schön. Weiterlesen

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Linksgolf: Wie die Altvorderen das Spiel definierten

Alfred Dunhill Links Championship: Golf auf geschichtsträchtigen Schauplätzen …

Hier an Schottlands Ostküste hat wahrscheinlich alles angefangen: Irgendwo nördlich der Hauptstadt Edinburgh, auf dem Boden der Grafschaften Fife und Angus, wo an diesem Wochenende in St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns die Alfred Dunhill Links Championship gespielt wird. Irgendwann vor knapp 600 Jahren, als der Müßiggang mit Schläger und Ball auf den Links, den unfruchtbaren Streifen zwischen Küstenlinie und Ackerland, begann, sich zu dem zu entwickeln, was wir heute Golf nennen.

Alte Plätze sind das Fundament des Golfsports

Die alten Plätze wie der legendäre Old Course von St. Andrews oder die Links von Carnoustie sind das Fundament des Golfsports, die Stammzellen für das Wesen des Spiels. Ihre Entstehung verbindet sich mit den ganz großen, fast mythischen Namen aus der grauen Golf-Vorzeit: Old Tom Morris, der 1867 die zehn Bahnen rund um Carnousties berühmten Wasserlauf Barry Burn auf 18 Loch erweiterte und bis 1903 als „Custodian of the Links“ in St. Andrews über den Old Course wachte; James Braid, der 1926 in Carnoustie noch mal bauen ließ; Alister MacKenzie, der spätere Schöpfer von Augusta, der Old Toms Werk auf dem Old Course ab 1924 fortsetzte.

Kingsbarns

Linksgolf auf Kingsbarns: Das beste, was dieses Spiel zu bieten hat. Foto: MiB

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Millionenspiel im einstigen Drogen-Ghetto

Zum Saisonfinale auf der PGA Tour öffnet sich noch einmal das Dollar-Füllhorn über den Golf-Professionals …

Ein Haufen Geld wird am kommenden Sonntag verteilt, wenn mit der Tour Championship im East Lake Golf Club von Atlanta der diesjährige FedExCup und gleichzeitig die Saison 2013/14 der PGA Tour enden: Insgesamt 35.000.000 Dollar, in Worten fünfunddreißig Millionen, schüttet die PGA Tour mit Hilfe ihrer Sponsoren als Boni unter den besten 150 Professionals der Cup-Rangliste aus. Zum Abschluss der Spielzeit gibt’s noch mal nachgerade schubkarrenweise Kohle.

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Als der „King“ das Aschenbrödel Golf wach küsste

Arnold Palmer zum 84. Geburtstag …

Es war einmal… So fangen Märchen halt an. Dies ist eins. Das Märchen von einem nicht sonderlich populären Spiel, das eher ein Nischendasein fristete denn hoffähig zu sein. Von einem Prinzen, der das „Aschenbrödel“ an die Hand nahm. Vom Rampenlicht einer neuen Glitzerwelt. Ein Dreiecksverhältnis. Das Spiel war Golf. Hof gehalten wurde im Fernsehen. Der Prinz hieß Arnold Palmer. „The King“ war die treibende Kraft bei der endgültigen Professionalisierung einer Sportart,  bei der finalen Abkehr von jeglicher Amateur-Ideologie im Spitzenbereich. Vor 53 Jahren hielt das „Big Business“ Einzug ins Golf-Universum.

Wo anders hätte das stattfinden können, als im merkantilen Amerika. Bei den Erfindern der Sportvermarktung.

Arnie dominiert das Spiel

Wir schreiben 1960: Die Ära des großen Ben Hogan läuft aus; Jack Nicklaus ist gerade mal ein Twen, pummelig und noch Amateur. Der 30-jährige Arnold Palmer hat gerade das Masters (zum zweiten Mal nach 1958) und die US Open gewonnen, mit US-Präsident Dwight D. Eisenhower in Augusta gespielt. Er ist der Golfer der Stunde – und hat sportliche Flausen im Kopf.

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Die Golfer der 50er- und 60er-Jahre: Ben Hogan (l.) und sein Nachfolger Arnold Palmer.

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