Was vom (finalen) Tage übrig blieb …

David Feherty ist eine grandiose Type. Eine echte Marke. Eine Kodderschnauze. So ‚was wie der David Letterman oder Jay Leno des Golf-Fernsehens. „Jon Stewart in Golfschuhen“ nennt ihn der Orlando Sentinel. Die gelegentlichen Auftritte des Nordiren als Spieler-Ansager bei Turnieren sind Internet-Hits, Interviewfragen und Gesprächsanmerkungen regelmäßig Schenkelklopfer, seine Sprüche nahezu legendär.

Famose Kodderschnauze: David Feherty.

Kodderschnauze: David Feherty.

Einst ein fünf Mal siegreicher Profi und Ryder-Cup-Spieler 1991, ginge der 54-Jährige dank seiner aktuellen Haartracht auch als komische Besetzung für den nächsten Mantel-und-Degen-Musketier-Film durch. Aber da könnte Feherty nicht so viel Ungeschminktes und Amüsantes über Golf ablassen wie als TV-Experte, Artikel- und Bücherschreiber und vor allem in seiner „Golf Channel“-Talkshow „Feherty live“.

Warum die lange Vorrede im Zusammenhang mit dem, was vom finalen Tag des Masters 2013 übrig blieb? Weil Feherty gesagt hat, dass Golf dem Australier Adam Scott ein Major schulde. Wie wahr. Nach Top-Acht-Platzierungen bei vier der letzten fünf großen Meisterschaften wurden die Außenstände am 15. April 2013 in Augusta/Georgia, gegen acht Uhr Ortszeit, beglichen. Als erster Australier der Masters-Historie stand Scott im berühmten „Green Jacket“ auf dem 18 Grün des Augusta National Golf Club, fast sprachlos im Triumph, fast geblendet vom Blitzlicht um ihn herum.

Adam Scott auf dem 18. Grün von Augusta: Erster Australier im "Green Jacket". ©: masters.com

Sprachlos im Triumph, geblendet vom Blitzlicht: Adam Scott auf dem 18. Grün von Augusta. ©: masters.com

Dass der 32-jährige in dem nervenaufreibenden Finale zuvor dem Druck stand hielt; dass er auch am zweiten Extraloch des Stechens den Kopf bewahrte; einen kühlen zudem, um mit seinem Besenstiel-Putter den Ball über mehrere Meter zum Birdie zu verwandeln: So war‘s nicht immer in Scotts Karriere.

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Was vom (dritten) Tage übrig blieb …

Was vom dritten Tage beim Masters übrig blieb? Vor allem Geschmäckle in der Causa Tiger Woods. Die Regel-Extrawurst müffelt ziemlich, die Augustas Turnier-Komitee ihrem größten Zugpferd (neben der Veranstaltung selbst) gebraten haben. Woods, der Einschaltquoten im zweistelligen Promillebereich steigen lässt und dessen sportliche Genesung sogar an der New Yorker Börse ins Gewicht fällt, sei damit „der Guillotine entkommen“, schlagzeilt Golf Digest. Und Associated Press schreibt von einer „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Monopoly-Karte.

Die Causa Woods

Was genau geschah: Während der zweiten Masters-Runde trifft Tiger Woods an der Par-5-Fünfzehn mit seinem dritten Schlag den Fahnenstock. Der Ball prallt ab und verschwindet im Wasserhindernis vor dem Grün.

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Was vom (zweiten) Tage übrig blieb …

Vor allem drei Szenen und „Three and a Half Men“ machten während des freitäglichen Durchgangs von sich reden: Was vom zweiten Masters-Tage übrig blieb.

Augusta National: Fred Couples blüht auf. ©: Nate Weigle | flickr/cc

Augusta National: Fred Couples blüht bei der golferischen „Bundesgartenschau“ auf. ©: Nate Weigle | flickr/cc

„Boom Boom Freddy“

Nächsten Monat kriegt Fred Couples offiziell seine güldene Profiltafel in der World Golf Hall of Fame in St. Augustine/Florida. Es gibt nicht wenige, die das als Verlegenheitslösung mangels arrivierterer Kandidaten anprangern. Immerhin hat der Amerikaner nebst allerlei Tour-Veranstaltungen bloß ein Major, das Masters 1992, gewonnen. Allerdings vergangenes Jahr dazu immerhin die Senior-Open-Championship.

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Was vom (ersten) Tage übrig blieb …

Das Ergebnis-Tableau ist bereits Schlagzeile von gestern. Tiger Woods‘ und Rory McIlroys Auftritte haben die Masters-Chronisten auch längst hingebungsvoll zerpflückt. Aber da war doch noch mehr zwischen Magnolia Lane und „Holly“, dem 18. Loch. Was vom (ersten) Tage übrig blieb: Ein Spaziergang durch den (digitalen) Blätterwald.

Augusta National und Sergio Garcia: "Ich gebe mir jedes Mal Mühe, den Platz zu genießen. ©: Julie Campbell | flickr/cc

Augusta  und Sergio Garcia: „Ich gebe mir jedes Mal Mühe, den Platz zu genießen.“ ©: Julie Campbell | flickr/cc

 

1.000 Mal berührt …

Der Spanier Sergio Garcia wurde – lange vor Krauskopf McIlroy – als Europas Replik auf den Dominator Woods gehandelt. Die große sportliche Antwort blieb El Niño (das Kind) freilich bislang schuldig, tauchte zwischenzeitlich gar ganz tief unter. Und Augusta National mag Garcia eigentlich überhaupt nicht: „Ich gebe mir jedes Mal redliche Mühe, den Platz zu genießen. Mal klappt es, mal nicht.“ Am Donnerstag klappte es: Der 33-Jährige schoss sich beim Auftakt der „Bundesgartenschau“ in Augusta mit einer bogeyfreien 66 (Sechs unter Par) an die Spitze des Felds. Das erinnert irgendwie an Klaus Lages „1.000 Mal berührt …“

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Augusta und das Masters: Grandioser Anachronismus

Ein giftgrünes Sakko aus konfektioniertem Allerweltsstoff als höchstes Glücksgefühl, Golflöcher mit blümeranten Namen, eine elitäre Vereins-Clique: Das Masters im noblen Augusta National Golf Club mit all seinen Skurrilitäten ist bestens angetan, dem Außenstehenden Golf als eine Vergnüglichkeit versnobter Zeitgenossen zu bestätigen.

Amerikas feinster Platz

In einer Sportart, die sich bemüht, das flächen- und kostenintensive Gefüge mit einer breitensportlichen Ausrichtung zu vereinbaren, sind die geschlossene Gesellschaft im US-Bundesstaat Georgia und ihr Golfturnier der pure Anachronismus. …

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Der Assistent bei der Arbeit: Bobby Jones vollzig mit Schläger und Ball, was Dr. Alister MacKenzie (2.v.l.) geplant hatte.

Masters im Augusta National Golf Club: 2013 zum 77. Mal. © gomattolson | flickr/cc