Programmierte Pleonasmen

Munter wuchern die Stilblüten, auch in den Golfmedien …

Sie haben es wieder getan. Sie tun es ständig. Allen Sprachpflegern zum Trotz, und obwohl Bastian Sick als populärster Streiter wider verbale Schlampereien damit etliche Bücher und noch mehr Hallen gefüllt hat: Deutschlands Journaille pflegt fröhlich Vokabel-Schluderei und liederliche Diktion. Das gilt für sogenannte Leuchtturm-Medien wie für Nischen-Publikationen.

Oben auf der Hitliste steht fraglos „vorprogrammieren“, der Methusalem der Pleonasmen, im Duktus offenkundig so unausrottbar verankert wie „aufaddieren“, „auseinander dividieren“, „hochstilisieren“. Oder „Zukunftsperspektive“. Gerade war in Sachen Golf irgendwo mal wieder „Spaß vorprogrammiert“, neulich in der Süddeutsche Zeitung war’s ein Krach, im Focus dafür unlängst ein „Shitstorm“. Alles „vorprogrammiert“.

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