Bernhard Langer: Mit 58 ins dritte „Green Jacket“?

Sensationeller dritter Tag beim 80. Masters …

Sensationell: An einem erneut von widrigen Winden begleiteten dritten Tag bei diesem 80. Masters blieben im Augusta National Golf Club nur fünf von 57 Spielern unter Par, und einer davon war Bernhard Langer (Bild). Was für eine grandiose Leistung des 58-jährigen „Mister Consistency“, der sich als geteilter Dritter heute anschickt, um sein drittes Green Jacket nach den Triumphen 1985 und 1993 zu spielen, 30 Jahre überdies, seitdem Langer zur ersten Nummer eins der 1986 eingeführten Weltrangliste avancierte.

Zwei Schläge liegen der Deutsche und seiner finaler Flightpartner Hideki Matsuyama hinter dem Titelverteidiger Jordan Spieth (Bild unten, r.), der gestern allein auf den letzten beiden Löchern drei von insgesamt sechs verlorenen Schlägen kassierte, aber wenigstens auch fünf Birdies spielte und sich mit einem Schlag Vorsprung auf den tagesbesten Smylie Kaufman (USA) in den Sonntag rettete.

Sein Flightpartner Rory McIlroy hingegen, der so gern den Karriere-Grand-Slam eintüten würde, spielte erstmals in seinen bislang 80 Runden bei einem Major kein Birdie …

 

 

Weitere Informationen zum dritten Masters-Tag gibt’s hier:

 Grünes Jackett Nr. 3? Statistik (leider) gegen Bernhard Langer

Allerlei vom Masters: Ausblick auf den Finaltag mit Spieth, Kaufman, Matsuyama und McIlroy, dazu Augusta National als „Kuppler“.
Man will aus dem Schwärmen gar nicht heraus kommen: Im Alter von 58 Jahren spielt Bernhard Langer heute um seinen dritten Masters-Titel, 30 Jahre, nachdem er zur ersten Nummer eins der 1986 eingeführten Weltrangliste wurde. >>>

… sowie in bewegten Bildern:

Alles weitere zum Masters aus Sicht dieses Blogs findet sich hier:

Das Krimi-Finale: Ein perfider Winkelzug als letzte Rettung

Zum Masters-Jubiläum: Die dunkle Seite von Augusta verpackt in einen dreiteiligen Roman. Pünktlich zum Finaltag gibt es den letzten Akt.
„So, das ,Beste‘ kommt bekanntlich zum Schluss. Wenigstens für Sie als Journalist. Für die Geschäftsleute von Augusta indes war das, was ich Ihnen gleich erzähle, ein herber Schlag. Augusta National hat wirklich alle Register gezogen, um zu überleben. >>>

Spieth vs. McIlroy: Gigantenduell am Masters-Moving-Day

Allerlei vom Masters: Der Platz als Star, Day kommt nicht voran, Altmeister Watson lässt was liegen, DeChambeau wird „bestraft“.
Der eine hat nunmehr seit sechs Masters-Runden in Serie die alleinige Führung inne (Rekord!), der andere will endlich den Karriere-Grand-Slam klar machen: >>>

Allerlei vom Masters: Spieth bester Putter, Day mit „tollem Golf“, Fowler spart den Wochenendeinkauf und ein geheimes Kurs-Rating.
Definitiv Yips: „Golf Digest“ nannte den Auftritt von Ernie Els auf dem ersten Grün eine „Katastrophe biblischen Ausmaßes“. >>>

Der Augusta-Krimi: Leere Kassen, hohe Ansprüche

Zum Masters-Jubiläum: Die dunkle Seite von Augusta verpackt in einen dreiteiligen Roman. Tauchen Sie ein, in ein weiteres Stück Golfgeschichte.
„Sie wollen alles über Augusta National wissen? Nun ja, alles weiß ich sicher nicht. Nur das, was mein Großvater Bowman Milligan mir aus seiner Zeit als Steward im Clubhaus erzählt hat. Er erlebte reiche und einflussreiche Männer, Wirtschaftsmagnate, sogar einen US-Präsidenten als Dauergast. Augusta National ist voller Glanz und Gloria, allerdings ging es hinter den anfangs gar nicht so prächtigen Fassaden stets um Macht und Lobbyismus.“ >>>

„Scherben“ bringen Glück? Jordan Spieth zerdeppert Driver

Allerlei vom Masters: Das perfekte Dinner, der tiefstapelnde Favorit, Augusta als Kinderspielzeug, witzige Dialoge, schöne Bilder.
Holpriger Auftakt für den Titelverteidiger: Ausgerechnet beim letzten Training vor dem Masters zerdepperte Jordan Spieth sein langgedientes und bewährtes Holz eins. >>>

Eine Runde über Augusta National: „Der Himmel auf Erden“

Neben den Masters-Startern dürfen sich manchmal auch Promis und sonstige Glückliche auf dem ge- und berühmten Parcours versuchen.
Wie das wohl wäre, Augusta National zu spielen? Eine Runde auf dem ge- und berühmten, für „Normalsterbliche“ fast unzugänglichen Masters-Geläuf: Der „Golfhimmel“ auf Erden, sagen welche, die auserwählt waren. Eingeladen muss man werden. Im Augusta National Golf Club geht alles nur von oben herab. >>>

Von Ausbeutung bis Corn Whiskey: Ein Augusta-Krimi

Zum Masters-Jubiläum: Die dunkle Seite von Augusta verpackt in einen dreiteiligen Roman. Tauchen Sie ein in ein Stück Golfgeschichte.
„Master Roberts. So nannte ihn mein Großvater. Manche durften Cliff sagen. Clifford Roberts war die treibende Kraft hinter Augusta National: dünkelhaft, opportunistisch, selbstherrlich. Für meinen Großvater Bowman Milligan indes war er wie ein Vater. >>>

Sicherheit beim Masters: Mehr Sheriffs für Augusta National

Favorit Day meldet sich fit, Tingel-Pro Herman kommt als Letzter, zwei glückliche Väter dürfen spielen. Die Back Nine zum Masters.

Nach den Terroranschlägen der jüngeren Vergangenheit wurden die Sicherheitsmaßnahmen beim 80. Masters noch einmal signifikant erhöht. „Die heutigen Terroristen halten ständig Ausschau nach neuen Gelegenheiten, um Schrecken zu verbreiten“, sagte Captain Scott Gay vom zuständigen Sheriffs-Büro… >>>
Sechs Plätze und viel Historie: Tipps für eine gelungene Augusta-Golf-Woche auch abseits des „Elysiums“ an der Magnolia Lane.
Sie gehören nicht zum Kreis derjenigen, die ein Mitglied des Augusta National Golf Club persönlich kennen und auf eine Runde ins Golf-„Elysium“ eingeladen werden? Sie wollen sich schon gar nicht am Wettbieten auf dem Ticket-Schwarzmarkt beteiligen, um wenigstens als Patron den „heiligen Boden“ zu betreten? Kein Grund, nicht doch nach Georgia zu reisen! >>>

Die 18… besten Golflöcher der Welt

Faszinierend, einschüchternd, betörend, verblüffend: Die ganz großen Golflöcher dieser Welt spielen mit uns, nicht wir spielen sie. >>>

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Dazu Wissenswertes im Blog:

Allerlei zum Masters: Der Club, das Turnier …

Allerlei zum Masters: Die Anfänge …

Augusta und das Masters: Grandioser Anachronismus

 

 (alle Fotos: Masters.com)
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Rottaler Tagebuch: Glückwunsch an Königin Josefine

Als Medialer bei der Porsche European Open in Bad Griesbach, Teil drei … 

Mein Taxifahrer ist schier aus dem Häuschen wegen dieses internationalen Golfturniers in seinem beschaulichen Kurort: „Paaascht scho‘!“ Kommt mir bekannt vor. Nicht, dass er noch vergnügt mit den Fäusten auf dem Lenkrad trommelt. Aber tatsächlich: „Finde ich richtig gut, so ‘was ist wichtig für Bad Griesbach. Wenn sich das etabliert hat, wird es noch eine Menge Leute mehr anziehen.“ Geht doch. Und: „Hier gibt‘s schon jetzt einige Gäste, die richtig Geld auf den Kopf hauen.“ Asche auf mein Journalistenhaupt, dass ich nicht „wer, wo, wie?“ nachgehakt habe.

Bernhard Langer ist unverzichtbar

Dafür bestätigt Dominik Senn die positive Einschätzung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Relaunch der Porsche European Open und es war ein gelungener Auftakt“, diktierte der Turnierdirektor und Chef des Sportvermarkters „4Sports“ bei seiner Bilanz-Pressekonferenz den Medienleuten in die Notizblöcke.

Mit rund 25.000 Besuchern insgesamt liegt man über den Erwartungen. Weil vorsichtshalber keine formuliert wurden. Mindestens 24.500 Zuschauer oder so kamen ohnehin ausschließlich Bernhard Langers wegen. Als Beleg mag folgender aufgeschnappter Dialog gelten: „Geht‘s Ihr scho‘?“ „Jo, Langer is ja durch!“ Weiterlesen

Rottaler Tagebuch: „Alter“ Zopf und neuer Glanz

Als Medialer bei der Porsche European Open in Bad Griesbach, Teil zwei … 

Zopf und Zigarre, Embonpoint und Maßschuhe: Ja sicher, da braucht‘s nicht mal ein Gesicht: Miguel Ángel Jiménez! Den „interessantesten Golfer der Welt“ nennen ihn die einen, einen Dandy-Golfer die anderen. Wie auch immer, Jiménez mit seiner Leidenschaft für Cohiba, Rioja und Ferrari ist, ohne Frage, ein gepflegter Anachronismus.

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Man kann geteilter Meinung über den Hedonismus sein, mit dem er sich – gewiss sehr bewusst – auf Fairways und Grüns selbst inszeniert. Aber er tut es stilvoll; mir persönlich ist das allemal lieber, als all die ebenso schreiend bunten wie hässlichen „Plünnen“, die neuerdings als „Must-Have-Outfit“ zur Schau getragen werden. Und der 51-Jährige spielt trotz Bäuchleins (Embonpoint) und Lebemann-Attitüde immer noch verdammt gut Golf. Als zweitbester Iberer in der Weltrangliste (Platz 64) bildet er momentan mit Sergio Garcia Spaniens Olympia-Golfteam. Weiterlesen

Rottaler Tagebuch: Weiße Bälle, schwarze Boliden

Als Medialer bei der Porsche European Open in Bad Griesbach, Folge eins … 

Suzann Pettersen hat sich für „Gimme-Gate“ entschuldigt, der Aufreger des Solheim Cup ist ad acta legt, auch die Begeisterung ebbt allmählich ab: Während in den USA die 30 allerbesten Golfer der Welt momentan bei der Tour Championship im East Lake Golf Club zu Atlanta um einen randvollen Goldtopf am Ende des Saison-Regenbogens driven und putten, ist Deutschland wieder vom Golfalltag besetzt.

Zugpferd Bernhard Langer

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Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Golfern besetztes Dorf hört nicht auf… Und so weiter. Tief im Südosten der Republik, im niederbayerischen Bad Griesbach, ist der Tross der European Tour eingefallen, um die vom Sportwagen-Fabrikanten Porsche reanimierte European Open zu inszenieren.  Weiterlesen