Heitere Klänge fürs „Hochamt“ in Augusta

Das 79. Masters hat begonnen …

Es ist ein leichtes, heiteres, melodisches Geklimpere und Gezupfe – und wohl die weltberühmteste Erkennungsmelodie eines Sportereignisses. Wie das Major und sein „himmlischer Platz“ (Altmeister Gary Player), so ist auch die Melodie zum Masters ein Evergreen. Nicht ganz so tradiert wie das seit 1934 an gleicher Stelle ausgetragene Turnier, aber immerhin erklingt „Augusta“ seit nunmehr über 30 Jahren.

Augusta Clubhaus

Augustas Clubhaus in der Dämmerung: Fama und Fakten. Foto: http://www.masters.com

1981 fiel dem amerikanischen Songschreiber Dave Loggins, um drei Ecken verwandt mit dem wesentlich berühmteren Sänger Kenny Loggins und Musiklieferant u. a. für Country-Star Kenny Rogers, die Notenfolge ein. Beim ersten Besuch des Masters, an Loch 14, genannt „Chinese Fir“, dem Botaniker auch als „Spießtanne“ oder „Cunninghamia lanceolata“ bekannt. Weiterlesen

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Der „Jahrhundertgolfer“ macht sein Dreiviertel komplett

Jack Nicklaus zum 75. …

„Du musst eine Sache lieben und die Leidenschaft haben, um dem mit aller notwendigen Disziplin nachzugehen. Die Sache, der ich mich vollständig und ausschließlich verschrieben habe, war Golf!“: Eine Reminiszenz an den „Jahrhundertgolfer“ Jack Nicklaus.

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Jack „The Golden Bear“ Nicklaus und seine Symbolfigur: Die Meriten des seit heute 75-Jährigen sind Legion …

 

Bestmarke für Generationen

Zwischen 1962 und 1986 gewann Jack Nicklaus sagenhafte und scheinbar unerreichbare 18 Majors, eine Bestmarke, an der sich zuvorderst Tiger Woods („Jack Nicklaus ist einfach der beste Golfer aller Zeiten“) und vermutlich noch ganze Generationen von Golfern die Schlagflächen ihrer Driver abwetzen.  Weiterlesen

Lee Westwood und die diametrale Duplizität

Was vom dritten Open-Tage übrig blieb …

Am Sonntag vor drei Wochen hat der Schotte Andy Murray auf Englands erlauchtem Tennis-Rasen den Gold-Pokal von Wimbledon gewonnen. Als erster Brite seit Fred Perry 1936 übrigens. Heute, drei Wochen später, in Muirfield hat‘s der Engländer Lee Westwood in der Hand, auf schottischem Boden den silbernen Claret Jug als Siegertrophäe der Open Championship zu gewinnen.

Lee Westwood: Erster englischer Open-Sieger seit 1992 und  Nick Faldos Nachfolger in Muirfield?

Lee Westwood: Erster englischer Open-Sieger seit 1992 und Nick Faldos Nachfolger in Muirfield?

Das wär‘n Ding! Eine diametrale Duplizität der Ereignisse quasi. Nektar und Ambrosia, Myrrhe und Chrisam für das Selbstverständnis der britischen Sportseele. Christopher Froome nicht zu vergessen, der heute Nachmittag in Paris als Tour-de-France-Sieger und Nachfolger des Volkshelden Bradley Wiggins vom Rad steigt.

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Alte Fürze, Clownsköpfe und ’ne Montecristo zum Rioja

Was vom ersten Open-Tage übrig blieb …

Vor einiger Zeit hat Sandy Lyle, der Open-Champion von 1985, dem schottischen Landsmann und Senior-Tour-Debütanten Colin Montgomerie dringend angeraten, die Altherren-Runden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Eine Menge der ,old farts‘ beherrschen das Spiel immer noch!“ In Muirfield ist Lyle nicht vorne dabei. Montgomerie, der zwischen 1993 und 2005 bislang unerreichte acht Mal Europas Golf-Geldadel angeführt hat, blieb schon in der Qualifikation hängen. Aber ein paar andere „alte Fürze“ ließen‘s während der ersten Runde richtig krachen. Begünstigt von einem sonnengedörrten und sowieso gutgereiften 124 Jahre alten Platz, auf dem die endlos lang ausrollenden Bälle den Schlaglängen-Nachteil der fortgeschrittenen Golf-Reife eliminieren. Und sie wissen halt, wie man Linksgolf spielt!

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Was vom (dritten) Tage übrig blieb …

Was vom dritten Tage beim Masters übrig blieb? Vor allem Geschmäckle in der Causa Tiger Woods. Die Regel-Extrawurst müffelt ziemlich, die Augustas Turnier-Komitee ihrem größten Zugpferd (neben der Veranstaltung selbst) gebraten haben. Woods, der Einschaltquoten im zweistelligen Promillebereich steigen lässt und dessen sportliche Genesung sogar an der New Yorker Börse ins Gewicht fällt, sei damit „der Guillotine entkommen“, schlagzeilt Golf Digest. Und Associated Press schreibt von einer „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Monopoly-Karte.

Die Causa Woods

Was genau geschah: Während der zweiten Masters-Runde trifft Tiger Woods an der Par-5-Fünfzehn mit seinem dritten Schlag den Fahnenstock. Der Ball prallt ab und verschwindet im Wasserhindernis vor dem Grün.

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Was vom (zweiten) Tage übrig blieb …

Vor allem drei Szenen und „Three and a Half Men“ machten während des freitäglichen Durchgangs von sich reden: Was vom zweiten Masters-Tage übrig blieb.

Augusta National: Fred Couples blüht auf. ©: Nate Weigle | flickr/cc

Augusta National: Fred Couples blüht bei der golferischen „Bundesgartenschau“ auf. ©: Nate Weigle | flickr/cc

„Boom Boom Freddy“

Nächsten Monat kriegt Fred Couples offiziell seine güldene Profiltafel in der World Golf Hall of Fame in St. Augustine/Florida. Es gibt nicht wenige, die das als Verlegenheitslösung mangels arrivierterer Kandidaten anprangern. Immerhin hat der Amerikaner nebst allerlei Tour-Veranstaltungen bloß ein Major, das Masters 1992, gewonnen. Allerdings vergangenes Jahr dazu immerhin die Senior-Open-Championship.

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Was vom (ersten) Tage übrig blieb …

Das Ergebnis-Tableau ist bereits Schlagzeile von gestern. Tiger Woods‘ und Rory McIlroys Auftritte haben die Masters-Chronisten auch längst hingebungsvoll zerpflückt. Aber da war doch noch mehr zwischen Magnolia Lane und „Holly“, dem 18. Loch. Was vom (ersten) Tage übrig blieb: Ein Spaziergang durch den (digitalen) Blätterwald.

Augusta National und Sergio Garcia: "Ich gebe mir jedes Mal Mühe, den Platz zu genießen. ©: Julie Campbell | flickr/cc

Augusta  und Sergio Garcia: „Ich gebe mir jedes Mal Mühe, den Platz zu genießen.“ ©: Julie Campbell | flickr/cc

 

1.000 Mal berührt …

Der Spanier Sergio Garcia wurde – lange vor Krauskopf McIlroy – als Europas Replik auf den Dominator Woods gehandelt. Die große sportliche Antwort blieb El Niño (das Kind) freilich bislang schuldig, tauchte zwischenzeitlich gar ganz tief unter. Und Augusta National mag Garcia eigentlich überhaupt nicht: „Ich gebe mir jedes Mal redliche Mühe, den Platz zu genießen. Mal klappt es, mal nicht.“ Am Donnerstag klappte es: Der 33-Jährige schoss sich beim Auftakt der „Bundesgartenschau“ in Augusta mit einer bogeyfreien 66 (Sechs unter Par) an die Spitze des Felds. Das erinnert irgendwie an Klaus Lages „1.000 Mal berührt …“

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