Der „Jahrhundertgolfer“ macht sein Dreiviertel komplett

Jack Nicklaus zum 75. …

„Du musst eine Sache lieben und die Leidenschaft haben, um dem mit aller notwendigen Disziplin nachzugehen. Die Sache, der ich mich vollständig und ausschließlich verschrieben habe, war Golf!“: Eine Reminiszenz an den „Jahrhundertgolfer“ Jack Nicklaus.

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Jack „The Golden Bear“ Nicklaus und seine Symbolfigur: Die Meriten des seit heute 75-Jährigen sind Legion …

 

Bestmarke für Generationen

Zwischen 1962 und 1986 gewann Jack Nicklaus sagenhafte und scheinbar unerreichbare 18 Majors, eine Bestmarke, an der sich zuvorderst Tiger Woods („Jack Nicklaus ist einfach der beste Golfer aller Zeiten“) und vermutlich noch ganze Generationen von Golfern die Schlagflächen ihrer Driver abwetzen.  Weiterlesen

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Über den Wolken: Arnie und der moderne Grand Slam

„The King“ Palmer wollte es dem großen Bobby Jones gleich tun. Dafür machte er die PGA Championship zum vierten Major …

1960, irgendwann Ende Juni, irgendwo zwischen New York und Dublin: In einem dieser modernen Düsenflugzeuge, die neuerdings über den Atlantik jetten, räsonieren drei Männer über das ganz große Ding im Golf. So eins, wie es Bobby Jones 1930 geschafft hat. Einer der drei ist passend zu Flughöhe auf dem Höhenflug: Arnold Palmer träumt vom „The Impregnable Quadrilateral“. Vom „unbezwingbaren Viereck“, wie Bobby Jones‘ Haus- und Hof-Reporter O.B. Keeler es damals nannte, bevor er beim Bridge klaute und das Wort-Ungetüm in Grand Slam umtaufte.

Arnold Palmer:  „The King“ wollte das ganz große Ding. © MiB

Arnold Palmer: „The King“ wollte 1960 das ganz große Ding. © MiB

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Bob Jones: „Gesicht eines Engels, Gemüt eines Wolfs“

Über den größten Golfer seiner, wenn nicht aller Zeit, den Mitbegründer von Augusta National und Masters …

Silberwaren: Bob Jones 1930 mit den Trophäen des Grand Slam. ©: mib

Kostbare Silberwaren: Robert Tyre Jones Jr. 1930 mit den Major-Trophäen seines Grand-Slam-Triumphs. ©: mib

Es gibt wohl kaum einen Sportplatz auf der Welt, der so mit einer Person verbunden ist wie Augusta National mit Bobby Jones. Wobei: Niemand nannte ihn „Bobby“ zu seiner Zeit, allenfalls Bob, zumeist war er Mr. Jones, Sir. Wie auch immer, sein Name steht für einen herausragenden Kurs und ein einzigartiges Turnier, aber zuvorderst für feinstes Golfspiel und untadeligen Sportsgeist. Genau deshalb hat der Golf-Held aus Georgia auch stets betont, dass er gar nicht die treibende Kraft hinter Augusta und dem Masters gewesen sei. Jones träumte zwar von alldem, war aber viel zu bescheiden, um sich derart hervorzutun.

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Als der „King“ das Aschenbrödel Golf wach küsste

Arnold Palmer zum 84. Geburtstag …

Es war einmal… So fangen Märchen halt an. Dies ist eins. Das Märchen von einem nicht sonderlich populären Spiel, das eher ein Nischendasein fristete denn hoffähig zu sein. Von einem Prinzen, der das „Aschenbrödel“ an die Hand nahm. Vom Rampenlicht einer neuen Glitzerwelt. Ein Dreiecksverhältnis. Das Spiel war Golf. Hof gehalten wurde im Fernsehen. Der Prinz hieß Arnold Palmer. „The King“ war die treibende Kraft bei der endgültigen Professionalisierung einer Sportart,  bei der finalen Abkehr von jeglicher Amateur-Ideologie im Spitzenbereich. Vor 53 Jahren hielt das „Big Business“ Einzug ins Golf-Universum.

Wo anders hätte das stattfinden können, als im merkantilen Amerika. Bei den Erfindern der Sportvermarktung.

Arnie dominiert das Spiel

Wir schreiben 1960: Die Ära des großen Ben Hogan läuft aus; Jack Nicklaus ist gerade mal ein Twen, pummelig und noch Amateur. Der 30-jährige Arnold Palmer hat gerade das Masters (zum zweiten Mal nach 1958) und die US Open gewonnen, mit US-Präsident Dwight D. Eisenhower in Augusta gespielt. Er ist der Golfer der Stunde – und hat sportliche Flausen im Kopf.

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Die Golfer der 50er- und 60er-Jahre: Ben Hogan (l.) und sein Nachfolger Arnold Palmer.

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