Das Momentum, dieses flatterhafte Ding

Eine Glosse zur Psychologie im Ryder Cup …

Wer oder was so alles mitspielt bei einem Ryder Cup, nebst den jeweils zwölf Recken auf dem Golfrasen: Die heimischen Fans als 13. Mann, ein allseits im Sport bekannter Umstand; der Head-Greenkeeper, weil er den Platz nach Maßgabe des gastgebenden Kapitäns manikürt – macht 14. Und dann ist da noch dieses ominöse Momentum, das auch in den Tagen von Gleneagles inflationär oft erwähnt wird, bei dem aber nicht wirklich feststeht, auf wessen Seite es wann und wie lange steht.

Jener unmerkliche Augenblick, der beflügelt

Kümmern wir uns also, Achtung Kalauer, einen Moment um – das Momentum. In der Physik sagt Momentum etwas über die Antriebskraft oder das Drehmoment; Psychologen definieren damit die kleinste wahrnehmbare Zeiteinheit, für Menschen rund eine Achtzehntelsekunde. Im Sport ist Momentum jener oft unmerkliche Augenblick, wenn man wieder an sich glaubt, ab dem mit einmal alles wie geschmiert läuft.

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